Oberpfälzer unterstützen die Evakuierung in Augsburg
25.12.2016 00:05 Uhr
Oberpfalz.
(UPDATE) Aufgrund einer 1,8 Tonnen schweren Fliegerbombe, die in Augsburg gefunden wurde, müssen am 1. Weihnachtsfeiertag insgesamt über 50.000 Menschen für die Dauer der Entschärfung evakuiert werden. Dabei handelt es sich um die größte Evakuierungsaktion in der Nachkriegsgeschichte Deutschlands. Da in dem betroffenen Bereich auch viele bettlägrige Personen leben, sich ein Krankenhaus und auch Seniorenheime befinden, sind zahlreiche Helfer nötig um die Personen aus der Gefahrenzone zu transportieren und nach der Entschärfung auch wieder zurückzubringen. Bis am Vormittag gegen 10:00 Uhr waren bei der Einsatzleitung alleine rund 490 Krankentransporte angemeldet. Um diese Menge bewältigen zu können sind über 200 Fahrzeuge des Rettungsdienstes aus ganz Bayern mit ehrenamtlichen Helfern im Einsatz.

Auch das "Kontingent Oberpfalz" unterstützt mit rund 30 ehrenamtlichen Helfern die Evakuierung in Augsburg. Dabei wurden aus dem Bereich der Integrierten Leitstelle
Nordoberpfalz 5 Fahrzeuge, aus dem Bereich der Integrierten Leitstelle Amberg 8 Fahrzeuge nach Augsburg entsandt. Die ehrenamtlichen Helfer sind bereits in der Nacht kurz nach Mitternacht und 03:00 Uhr aufgebrochen, um ihren Bereitstellungsraum in Dasing pünktlich zu erreichen. Gegen 10:00 Uhr wurde zusammen mit den Einsatzkräften des Kontingents Niederbayern eines der Seniorenheime in der Gefahrenzone evakuiert. Die Bewohner wurden von den Helfern in ein Heim außerhalb des Gefahrenbereiches transportiert. Derzeit warten die Einsatzkräfte auf weitere Transportaufträge, beziehungsweise den Rücktransport der Betroffenen nach der erfolgreichen Entschärfung. Die Entschärfung der Bombe soll nach Polizeiangaben gegen 14:00 Uhr beginnen, wobei ein genauer Zeitpunkt derzeit aber nicht genau vorherzusehen ist.


1. UPDATE vom 25.12.2016 Stand 20:00 Uhr
Kurz vor 19:00 Uhr gab die Stadt Augsburg die erfolgreiche Entschärfung der Bombe bekannt, die Sperrzone konnte kurz darauf wieder aufgehoben werden. Die Wartezeit verbrachten die Helfer am Augsburger Messezentrum, wo sie verpflegt wurden und sich ausruhen konnten. Nach Aufhebung der Sperrzone wurden die Evakuierten von den Einsatzkräften wieder zurücktransportiert, bevor die ehrenamtlichen Helfer nach einem langen Tag wieder in Richtung Oberpfalz aufbrechen konnten. Nach Auskunft des Landesverbandes des Bayerischen Roten Kreuzes waren an der Evakuierungsaktion insgesamt rund 800 Helfer mit über 200 Fahrzeugen aus ganz Bayern beteiligt.
Autor: (bk) - zuletzt aktualisiert: 25.12.2016 20:29 Uhr
 

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